Ein Ungeheuer verschlingt unsere Sonne. So erzählt man sich die alten Sagen in verschiedenen Ländern. Und wirklich. Ein dunkles rundes Etwas beginnt die Sonne zu verschlucken. Zuerst unmerklich, dann immer mehr und mehr. Der Himmel hinter mir beginnt sich zu verdunkeln, als ob ein Gewitter aufziehen würde. Die Minuten rasen dahin, die Sichel der Sonne wird immer schmäler. Staub in der Luft wird sichtbar, weil die Lichtquelle immer schmaler wird. Der Himmel wird schwarz. Plötzlich ein Aufblitzen. Fast wie ein Feuerwerk. Der letzte Sonnenstrahl scheint durch die Mondberge. Der Diamantringeffekt. Stille. Der Himmel hat sich schwarz gefärbt, obwohl die Sonne hoch am Himmel steht. Es bildet sich ein gleißender Ring, der das tiefste Schwarz umhüllt. Den Mond. Es scheint als ob ein schwarzes Loch über dem Horizont schweben würde. Darunter, der Baum schafft die Illusion das dieser glühende Kreis noch größer am Himmel erscheint. Es ist schon fast Sonnenuntergang, der glühende Kreis, der unser Heimatstern ist, wird bald untergehen. Plötzlich ein pinkes Aufleuchten, am linken unteren Rand eine Sonneneruption! Mit freiem Auge sichtbar! Die Sekunden verfliegen. Plötzlich ein zweites Aufblitzen, die Sonne scheint auf der anderen Seite hervor. Erleichterungsschreie der umstehenden Menschen. Die Sonne ist wieder da! Das Ungeheuer hat die Sonne nicht gefressen. Das Universum war gnädig.
Auf dem Bild sieht man die äußere Sonnenatmosphäre, die Korona. Sie ist 2 Millionen Grad heiß. Überrascht war ich über die vielen kleinen Strukturen, die man in ihr findet. Gemalt durch Magnetfelder, die das heiße Plasma lenken.









