{"id":5081,"date":"2023-01-25T12:25:04","date_gmt":"2023-01-25T11:25:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/?p=5081"},"modified":"2023-01-25T12:25:05","modified_gmt":"2023-01-25T11:25:05","slug":"von-hexen-regenboegen-und-der-apokalypse-auf-dem-mond","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/index.php\/wordpress\/2023\/01\/25\/von-hexen-regenboegen-und-der-apokalypse-auf-dem-mond\/","title":{"rendered":"Von Hexen, Regenb\u00f6gen und der Apokalypse auf dem Mond"},"content":{"rendered":"\n<p>Kein Wasser hat je diese Felsen umschlungen. Kein Regenbogen war von diesen Klippen aus zu sehen. Und doch dieser Name. Regenbogenbucht. Benannt in einer Zeit in der noch in Feldbach Hexenprozesse stattfanden. Keine sch\u00f6ne Zeit. Der drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg verw\u00fcstete zusammen mit der Pest Europa. Und doch eine Zeit der Erkenntnis. Galileo Galilei richtete das neu entwickelte Teleskop auf den Himmel. Kepler ver\u00f6ffentlichte seine Thesen von den elliptischen Orbits der Planeten. Benannt wurde Sinus Iridum, wie die Regenbogenbucht auch genannt wird, durch den italienischen Astronomen Giovanni Riccioli (1598\u20131671). Damals hielt man die schon mit dem blo\u00dfen Auge sichtbaren dunklen Gebiete auf dem Mond f\u00fcr Meere aus Wasser. Deshalb liegt die Regenbogenbucht am Mare Imbrium, dem gewaltigen Regenmeer. Nach Norden, nach dem Juragebirge, wird das Meer der K\u00e4lte, Mare Frigoris, erkennbar. In Wirklichkeit sind diese dunkle Regionen gewaltige Einschlagsbecken, die nach dem apokalyptischen Einschlag von unten mit Lava gef\u00fcllt wurden. Der Durchmesser der Regenbogenbucht betr\u00e4gt 236 Kilometer. Besonders beeindruckend muss es sein wenn man in einer speziellen Mondphase auf dem Mond steht. Stellt euch vor ihr steht im Raumanzug mitten in der dunklen Regenbogenbucht. Dann geht nach der 14-t\u00e4gigen Mondnacht innerhalb von Minuten die Sonne auf und beleuchtet den ganzen Rand des Einschlagsbeckens. Man sieht dieses Ereignis sehr gut im kleinen Teleskop. Das Ereignis wird auch goldener Henkel genannt, ein eindrucksvoller Anblick! Kein Wasser hat je diese Felsen umschlungen. Kein Regenbogen war von diesen Klippen aus zu sehen. Und doch dieser Name. Regenbogenbucht. Benannt in einer Zeit in der noch in Feldbach Hexenprozesse stattfanden. Keine sch\u00f6ne Zeit. Der drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg verw\u00fcstete zusammen mit der Pest Europa. Und doch eine Zeit der Erkenntnis. Galileo Galilei richtete das neu entwickelte Teleskop auf den Himmel. Kepler ver\u00f6ffentlichte seine Thesen von den elliptischen Orbits der Planeten. Benannt wurde Sinus Iridum, wie die Regenbogenbucht auch genannt wird, durch den italienischen Astronomen Giovanni Riccioli (1598\u20131671). Damals hielt man die schon mit dem blo\u00dfen Auge sichtbaren dunklen Gebiete auf dem Mond f\u00fcr Meere aus Wasser. Deshalb liegt die Regenbogenbucht am Mare Imbrium, dem gewaltigen Regenmeer. Nach Norden, nach dem Juragebirge, wird das Meer der K\u00e4lte, Mare Frigoris, erkennbar. In Wirklichkeit sind diese dunkle Regionen gewaltige Einschlagsbecken, die nach dem apokalyptischen Einschlag von unten mit Lava gef\u00fcllt wurden. Der Durchmesser der Regenbogenbucht betr\u00e4gt 236 Kilometer. Besonders beeindruckend muss es sein wenn man in einer speziellen Mondphase auf dem Mond steht. Stellt euch vor ihr steht im Raumanzug mitten in der dunklen Regenbogenbucht. Dann geht nach der 14-t\u00e4gigen Mondnacht innerhalb von Minuten die Sonne auf und beleuchtet den ganzen Rand des Einschlagsbeckens. Man sieht dieses Ereignis sehr gut im kleinen Teleskop. 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