{"id":5084,"date":"2023-01-25T12:31:10","date_gmt":"2023-01-25T11:31:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/?p=5084"},"modified":"2023-01-25T12:31:11","modified_gmt":"2023-01-25T11:31:11","slug":"das-goldene-tor-der-ekliptik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/index.php\/wordpress\/2023\/01\/25\/das-goldene-tor-der-ekliptik\/","title":{"rendered":"Das goldene Tor der Ekliptik"},"content":{"rendered":"\n<p>Es gibt mystische Pl\u00e4tze am Sternenhimmel. Doch dieses Gebiet ist speziell. Schon unsere Ahnen vor Jahrtausenden kannten und verehrten diese Sternengruppe. Als die Menschen noch mit der Natur lebten. Sich ihren Zyklen anpassten. Die Gestirne als Zeitgeber verwendeten. Dieser Ort spielt in vielen Religionen der Erde eine Rolle. Das goldene Tor der Ekliptik.Der dunkle Nachthimmel ist wie eine Theaterb\u00fchne. Schauspieler kommen und gehen, es gibt dramatische Ereignisse, die <a><\/a>Darsteller drehen am Rad der Zeit. Planeten haben in unterschiedlichen Intervallen ihren Auftritt, Kometen sind die \u00dcberraschungsg\u00e4ste. Sternschnuppen sind die Kinder der Kometen und liefern das Feuerwerk f\u00fcr die Auff\u00fchrung. Und es gibt diese speziellen Pl\u00e4tze am Himmel. Die Milchstra\u00dfe spannt sich majest\u00e4tisch \u00fcber den Sommerhimmel. Die alten \u00c4gypter sahen in ihr eine Gottheit, ihren K\u00f6rper \u00fcber den Himmel gespannt. Doch vielleicht noch eindrucksvoller ist dass, was sich in den Wintermonaten aus dem Osten erhebt. So eindrucksvoll, dass dies in einem der \u00e4ltesten Darstellungen des Nachthimmels der Menschheitsgeschichte verewigt wurde, der Himmelsscheibe von Nebra. Die Bronzescheibe ist 4.100 Jahre alt. Rund. 32 Zentimeter Durchmesser. Sterne, der Mond und die Sonne sind in Goldverzierungen auf der Bronzescheibe zu sehen. Am Rand ein goldener Himmelsbogen und ein Schiffchen, eine religi\u00f6se Darstellung aus dieser Zeit. Alle Sterne sind irgendwie auf die Scheibe gew\u00fcrfelt, ihre Darstellung willk\u00fcrlich. Doch eine Gruppe von Sternen sticht heraus. Eine Familie. Der Titan Atlas und Pleione sind die Eltern. Maia, Alyone, Taygeta, Asterope, Celaene und Merope sind ihre Kinder. Die sieben Schwestern. Die sieben hellsten Sterne sind der offene Sternhaufen der Plejaden, eingeh\u00fcllt in einem elektrisch bl\u00e4ulich schimmernden Nebel. Man kann ihn sehr sch\u00f6n mit dem freien Auge am Sternenhimmel sehen, im Sternbild Stier. Am oberen Ende des Stiergeweihs. Als optisches Gegenst\u00fcck leuchtet das rote Auge des Stiers, der Stern Aldebaran. Ihn umgibt wieder ein Sternengewimmel \u2013 der offene Sternhaufen der Hyaden. Dieser Sternhaufen half uns vor \u00fcber 100 Jahren die gewaltigen Entfernungen im Universum zu messen. Auf diesem Bild bildet die wei\u00df golden strahlende Venus mit ihren leuchtenden Schwefelwolken ein optisches Gegenst\u00fcck zu den Plejaden. In der griechischen Mythologie werden die Schwestern vom Himmelsj\u00e4ger Orion gejagt. Wahrscheinlich war dieses Himmelsareal f\u00fcr unsere Vorfahren deshalb so wichtig weil die Plejaden ziemlich genau im Osten aufgehen \u2013 genau an der Stelle, an der sich die Sonne zu Fr\u00fchlings- und Herbstbeginn aufgeht. Also, hinaus zum Nachthimmel und diese wundervolle Sternenkonstellation selbst beobachten, genau wie Generationen unserer Vorfahren! So unterschiedlich die Farben dieser Himmelsk\u00f6rper auf diesem Bild auch sind. Es sind Himmelsk\u00f6rper, die Venus 80 und mehr Millionen Kilometer entfernt, die Plejaden ben\u00f6tigen 444 Lichtjahre zu uns. Es wurde also zur Zeit von Johannes Kepler zu uns abgestrahlt. Wei\u00df goldener Glanz der Schwefelwolken der Venus und das elektrisch blau der Plejaden, immer wieder ziehen Planeten (wie hier im Bild Venus oder aktuell der Mars), Sonne und Mond durch das Goldene Tor der Ekliptik!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/327380087_739754010689019_2901199322482351448_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"867\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/327380087_739754010689019_2901199322482351448_n-867x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5085\" srcset=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/327380087_739754010689019_2901199322482351448_n-867x1024.jpg 867w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/327380087_739754010689019_2901199322482351448_n-254x300.jpg 254w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/327380087_739754010689019_2901199322482351448_n-768x907.jpg 768w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/327380087_739754010689019_2901199322482351448_n-1301x1536.jpg 1301w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/327380087_739754010689019_2901199322482351448_n.jpg 1734w\" sizes=\"auto, (max-width: 867px) 100vw, 867px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt mystische Pl\u00e4tze am Sternenhimmel. 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