{"id":5112,"date":"2023-02-08T13:10:07","date_gmt":"2023-02-08T12:10:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/?p=5112"},"modified":"2023-02-08T13:10:08","modified_gmt":"2023-02-08T12:10:08","slug":"der-mond-kopernikus-kepler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/index.php\/wordpress\/2023\/02\/08\/der-mond-kopernikus-kepler\/","title":{"rendered":"Der Mond, Kopernikus &amp; Kepler"},"content":{"rendered":"\n<p>1.500 Jahre lang war es ein Gesetz, nein, eher ein Gebot. Wer dagegen verstie\u00df wurde eingesperrt, gefoltert, verbrannt. Die Erde steht im Mittelpunkt. Aus. Keine Diskussion. Der Astronom Ptolem\u00e4ues hatte es in seinem Werk, den \u201eAlmagest\u201c festgelegt. Im 2.Jahrhundert nach Christus. Bis ins Mittelalter wurde diese Annahme weitergegeben. Wenn man sieht, wie die Gestirne im Osten aufgehen und im Westen untergehen war diese Annahme mehr als logisch. Eine sich drehende Erde? <a><\/a>Schwachsinn! Dann m\u00fcsste doch ein starker Wind wehen. Und so lehrten Generationen von Gelehrten diesen Weltensystem. Doch etwas stimmte nicht. Je genauer man hinsah, die Gestirne vermass. Planeten waren nicht dort, wo sie sein sollten. Die Gestirne, man dachte sie w\u00e4ren an Kristallsph\u00e4ren geheftet, die um die Erde kreisen, waren nicht dort, wo sie h\u00e4tten sein sollen. Man f\u00fchrte Hilfskreise ein, die in der Sph\u00e4re angebracht waren, um die sich die Planeten drehten. Und wieder kleinere Hilfskreise. Es half alles nichts. Es kam das 16.Jahrhundert. Eine spannende Zeit. Reformismus, Humanismus und Renaissance brachten Umw\u00e4lzungen. \u00dcberall Entdecker. Ein neuer Kontinent wurde entdeckt und erschlossen. Als Erster machte sich ein Domherr aus Polen daran das geozentrische Weltensystem in Frage zu stellen. Sein Name: Nikolaus Kopernikus. Er war in seinen jungen Jahren bei seinem Studium in Italien darauf gesto\u00dfen das es vielleicht auch andere Weltensysteme gibt. Zur\u00fcck in Polen verfasste er ein epochales Werk \u2013 \u201eVon den kosmischen Umschw\u00fcngen\u201c. Die gedruckte Ausgabe seines Buches erreichte ihn an seinem Sterbebett. In diesem Buch setzte er die Sonne in den Mittelpunkt. Doch die Beobachtungen der Astronomen wurden durch bessere Instrumente immer genauer. Und die Beobachtungen passten wieder nicht zu den Berechnungen im heliozentrischen System, dem mit der Sonne in der Mitte stehend. Damals machte sich ein in der N\u00e4he von Stuttgart geborener Lehrer auf nach Graz, um dort zu unterrichten. Sein Name: Johannes Kepler. Der Sage nach hatte er w\u00e4hrend eines Unterrichts mit 23 Jahren eine Vision, in der alle Abst\u00e4nde der Planeten durch geometrische Figuren erkl\u00e4rt werden konnte. Er war ein Mystiker und wollte unbedingt den tieferen Plan Gottes offenbaren. Die Erkl\u00e4rung war zwar falsch, aber dadurch das Kepler die Geometrie ins Spiel brachte sollte ihm sp\u00e4ter helfen. Schlie\u00dflich fand er nach eingehendem Studium der Bahn des Planeten Mars die L\u00f6sung \u2013 die Planetenbahnen liegen nicht auf Kreisen, sondern auf Ellipsen! Kepler selbst bezeichnete diese schwierige Erkenntnis als seinen \u201eKrieg gegen den Mars\u201c. Als Dank f\u00fcr diese gro\u00dfartigen Leistungen wurden beide Astronomen auf dem Mond verewigt. Kopernikus ist der gro\u00dfe Krater am oberen Bildrand. Mit 93 Kilometern Durchmesser. Am unteren Rand des Bildes liegt der Kepler Krater. Beide sind durch ihre helleren Strahlen, frischem Auswurfmaterial, miteinander verbunden. Ohne die Verbindung dieser beiden Forscher h\u00e4tten wir nicht unsere neue Sicht auf das Universum bekommen! 100 Jahre sp\u00e4ter inspirierten diese Erkenntnisse einen n\u00e4chsten Forscher \u2013 Sir Isaac Newton \u2013 den Grund f\u00fcr die Planetenbewegungen herauszufinden. Kopernikus verstie\u00df uns aus dem Zentrum des Sonnensystems und setzte die Sonne an die Stelle. Man spricht von einer kopernikanischen Zeitenwende. Mittlerweile wurde auch die Sonne aus dem Zentrum des Universums in einen unbedeutenden Seitenarm der Milchstra\u00dfe verbannt. Und schlie\u00dflich wurde die Milchstra\u00dfe vor hundert Jahren als einzige Galaxie aus dem Zentrum des Universums verbannt, als eine unter Milliarden anderen Galaxien. Vielleicht erleben wir noch zu unseren Lebzeiten eine besondere kopernikanische Zeitenwende: Das der Planet Erde nicht der einzig bewohnte Planet im Universum ist.<\/p>\n\n\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329541312_740454457389401_1100712323126698956_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"697\" data-id=\"5114\" src=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329541312_740454457389401_1100712323126698956_n-1024x697.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5114\" srcset=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329541312_740454457389401_1100712323126698956_n-1024x697.jpg 1024w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329541312_740454457389401_1100712323126698956_n-300x204.jpg 300w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329541312_740454457389401_1100712323126698956_n-768x523.jpg 768w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329541312_740454457389401_1100712323126698956_n-1536x1046.jpg 1536w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329541312_740454457389401_1100712323126698956_n-2000x1361.jpg 2000w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329541312_740454457389401_1100712323126698956_n.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329641978_741966460473152_2981034686545548440_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"5113\" src=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329641978_741966460473152_2981034686545548440_n-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5113\" srcset=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329641978_741966460473152_2981034686545548440_n-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329641978_741966460473152_2981034686545548440_n-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329641978_741966460473152_2981034686545548440_n-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329641978_741966460473152_2981034686545548440_n-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329641978_741966460473152_2981034686545548440_n-2000x1333.jpg 2000w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/329641978_741966460473152_2981034686545548440_n.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.500 Jahre lang war es ein Gesetz, nein, eher ein Gebot. 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