{"id":5435,"date":"2023-07-20T16:24:06","date_gmt":"2023-07-20T14:24:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/?p=5435"},"modified":"2023-07-20T16:24:07","modified_gmt":"2023-07-20T14:24:07","slug":"sterbender-stern-als-lebensspender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/index.php\/wordpress\/2023\/07\/20\/sterbender-stern-als-lebensspender\/","title":{"rendered":"Sterbender Stern als Lebensspender"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein Stern regiert. Er flutet sein System mit Energie. Dann stirbt er. Das ist unausweichlich. Kein Stern lebt ewig. Gro\u00dfe Sterne leben k\u00fcrzer. Kleine Sterne leben l\u00e4nger. Unsere Sonne liegt in der Mitte. Von ihrem 8 Milliarden langem Leben hat sie die H\u00e4lfte verwirkt. Wenn sie Abtritt wird sie es mit rauschenden Farben tun. Nicht heimlich. Sie wird sich ausbreiten. Bis zu uns. Zum Planeten Erde kommen. Die inneren Planeten Merkur und Venus werden verschluckt werden. Warum? Jede SEKUNDE verschmilzt im Zentrum der Sonne 600 MILLIONEN Tonnen Wasserstoff zu 596 MILLIONEN Tonnen Helium. Die Differenz, 4 Millionen Tonnen Materie, wird zerstrahlt &#8211; in Energie! Gewaltig viel Energie. Diese Energie braucht der Stern, um sich gegen seine unermesslich gro\u00dfe Schwerkraft zu stemmen, die auf ihm lastet. Doch wenn der Brennstoff zur Neige geht wird der Stern zusammengequetscht. Das erh\u00f6ht den Druck im Sternenkern. Die Karten werden neu gemischt. Die Asche, das Helium, wird nun wieder in andere Elemente verschmolzen. Kohlenstoff. Sauerstoff. Die Elemente des Lebens. Doch die neuen Verj\u00fcngungskuren des Alchemisten, des Sterns, bleiben nicht ohne Folgen. Die Brennphasen bilden sich in Schalen um den Kern. Er bl\u00e4ht sich auf. Wird zum roten Riesen. Schlie\u00dflich st\u00f6\u00dft er seine \u00e4u\u00dferen Schalen ab. \u00dcbrig bleibt nur der Kern des Sterns. Freigelegt. Er ist hei\u00df. Extrem hei\u00df. 100.000 Grad. So hei\u00df das seine ultraviolette Strahlung den abgehobenen Sternschichten ein Atom entrei\u00dft \u2013 die Sternenh\u00fclle beginnt zu leuchten. Rot f\u00fcr Wasserstoff, Gr\u00fcn- bl\u00e4ulich f\u00fcr Sauerstoff. Der Millionen Kilometer gro\u00dfe Stern l\u00f6st sich auf. Der Kern ist nur mehr so gro\u00df wie die Erde. 12.000km. Die gro\u00dfe Hitze, der Energieaussto\u00df sorgt aber daf\u00fcr, dass man diesen wei\u00dfen Zwerg, wie er auch genannt wird, \u00fcber diese riesigen Entfernungen auch noch sieht. Im Falle des Hantelnebels \u00fcber 1.278 Lichtjahre. Der Nebel ist relativ jung, wahrscheinlich hat er sich vor ca. 10.000 Jahren gebildet. Er liegt im Sternbild Fuchs, er ist der im Fernrohr am gr\u00f6\u00dften erscheinende planetarische Nebel. Von einem Rand zum anderen ben\u00f6tigt das Licht 3 Jahre. Seine H\u00fcllen st\u00f6\u00dft der Stern mit 28 Kilometern pro Sekunde ins All. Holen sie einmal tief Luft. Der Sauerstoff in ihren Lungen wurde von einem roten Riesenstern erzeugt. Der Tod des Sterns erm\u00f6glicht unser Leben. Ein Stern regiert. Er flutet sein System mit Energie. Dann stirbt er. Das ist unausweichlich. Kein Stern lebt ewig. Gro\u00dfe Sterne leben k\u00fcrzer. Kleine Sterne leben l\u00e4nger. Unsere Sonne liegt in der Mitte. Von ihrem 8 Milliarden langem Leben hat sie die H\u00e4lfte verwirkt. Wenn sie Abtritt wird sie es mit rauschenden Farben tun. Nicht heimlich. Sie wird sich ausbreiten. Bis zu uns. Zum Planeten Erde kommen. Die inneren Planeten Merkur und Venus werden verschluckt werden. Warum? Jede SEKUNDE verschmilzt im Zentrum der Sonne 600 MILLIONEN Tonnen Wasserstoff zu 596 MILLIONEN Tonnen Helium. Die Differenz, 4 Millionen Tonnen Materie, wird zerstrahlt &#8211; in Energie! Gewaltig viel Energie. Diese Energie braucht der Stern, um sich gegen seine unermesslich gro\u00dfe Schwerkraft zu stemmen, die auf ihm lastet. Doch wenn der Brennstoff zur Neige geht wird der Stern zusammengequetscht. Das erh\u00f6ht den Druck im Sternenkern. Die Karten werden neu gemischt. Die Asche, das Helium, wird nun wieder in andere Elemente verschmolzen. Kohlenstoff. Sauerstoff. Die Elemente des Lebens. Doch die neuen Verj\u00fcngungskuren des Alchemisten, des Sterns, bleiben nicht ohne Folgen. Die Brennphasen bilden sich in Schalen um den Kern. Er bl\u00e4ht sich auf. Wird zum roten Riesen. Schlie\u00dflich st\u00f6\u00dft er seine \u00e4u\u00dferen Schalen ab. \u00dcbrig bleibt nur der Kern des Sterns. Freigelegt. Er ist hei\u00df. Extrem hei\u00df. 100.000 Grad. So hei\u00df das seine ultraviolette Strahlung den abgehobenen Sternschichten ein Atom entrei\u00dft \u2013 die Sternenh\u00fclle beginnt zu leuchten. Rot f\u00fcr Wasserstoff, Gr\u00fcn- bl\u00e4ulich f\u00fcr Sauerstoff. Der Millionen Kilometer gro\u00dfe Stern l\u00f6st sich auf. Der Kern ist nur mehr so gro\u00df wie die Erde. 12.000km. Die gro\u00dfe Hitze, der Energieaussto\u00df sorgt aber daf\u00fcr, dass man diesen wei\u00dfen Zwerg, wie er auch genannt wird, \u00fcber diese riesigen Entfernungen auch noch sieht. Im Falle des Hantelnebels \u00fcber 1.278 Lichtjahre. Der Nebel ist relativ jung, wahrscheinlich hat er sich vor ca. 10.000 Jahren gebildet. Er liegt im Sternbild Fuchs, er ist der im Fernrohr am gr\u00f6\u00dften erscheinende planetarische Nebel. Von einem Rand zum anderen ben\u00f6tigt das Licht 3 Jahre. Seine H\u00fcllen st\u00f6\u00dft der Stern mit 28 Kilometern pro Sekunde ins All. Holen sie einmal tief Luft. Der Sauerstoff in ihren Lungen wurde von einem roten Riesenstern erzeugt. Der Tod des Sterns erm\u00f6glicht unser Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgenommen mit einem C11 Teleskop und einer ASI 2600MC Kamera am 9.Juli 2023<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361927148_6684114664953285_5420478662369806247_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"828\" height=\"697\" data-id=\"5436\" src=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361927148_6684114664953285_5420478662369806247_n.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5436\" srcset=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361927148_6684114664953285_5420478662369806247_n.jpg 828w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361927148_6684114664953285_5420478662369806247_n-300x253.jpg 300w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361927148_6684114664953285_5420478662369806247_n-768x646.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 828px) 100vw, 828px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361957780_3208271502805908_1239346626054798796_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"5438\" src=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361957780_3208271502805908_1239346626054798796_n-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5438\" srcset=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361957780_3208271502805908_1239346626054798796_n-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361957780_3208271502805908_1239346626054798796_n-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361957780_3208271502805908_1239346626054798796_n-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361957780_3208271502805908_1239346626054798796_n-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361957780_3208271502805908_1239346626054798796_n-2000x1500.jpg 2000w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/361957780_3208271502805908_1239346626054798796_n.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/362191849_310065194823165_6333878576736555765_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"5437\" src=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/362191849_310065194823165_6333878576736555765_n-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5437\" srcset=\"https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/362191849_310065194823165_6333878576736555765_n-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/362191849_310065194823165_6333878576736555765_n-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/362191849_310065194823165_6333878576736555765_n-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.vulkanlandsternwarte.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/362191849_310065194823165_6333878576736555765_n.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Stern regiert. 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