Terminator von Gassendi bis Schiller

Datum 23.04.2021
Instrument: 8″ Newton, 2,7APM Barlow, ASI 178MC
Ort: Stegersbach
Beobachter: Markus Vertesich

Ein geologisch sehr interessantes Gebiet ist die Gegend um das Mare Humorum. Im Norden des Mare Humorum findet sich der von vielen Rillen und Furchen durchzogene Krater Gassendi. Der Durchmesser von Gassendi beträgt 110km und am Nordrand ist auch der kleinere Krater Gassendi A zu finden. Neben den drei über 1000m hohen Zentralbergen finden sich zahlreiche Rillen. Diese entstanden durch Magma, das vermutlich über den Boden den Krater geflutet hat, da der Kraterrand noch vollständig geschlossen ist. Am Nordrand unterhalb von Gassendi A kann man auch einen großen Erdrutsch erkennen.

Krater Copernicus und Gassendi – zarte Strukturen auf dem Mond

Gestern Abend gab es einen der seltenen Augenblicke (maximal 2-3mal pro Jahr), wo die Erdatmosphäre relativ ruhig geblieben ist, nur wenig „zitterte“, was eben für die erdbasierte, photographische Astronomie ein großes Problem darstellt. So konnten feinste Details auf dem zu diesem Zeitpunkt 371000km von der Erde entfernten Mond eingefangen werden.
Im Krater Copernicus, einem Ringgebirge, das vor 800 Millionen Jahren entstanden ist kann man schön die Zentralberge am Grund des Kraters ausmachen, die sich 1200m über dem Boden erheben. Beim Krater Gassendi, mit einem Durchmesser von 101km, der nach einem Impakt lange Zeit durch Lavaflüsse verändert worden ist, sieht man kleinste Einschläge mit nur 2 und 3km Durchmessern.
(Aufgenommen am 25. März 2021)

Oben der Krater Copernicus, unten der Krater Gassendi.

Sonne und Mond am Stefanitag

Nach Wochen des Nebels endlich mal ein (1) Tag mit Sonnenschein und einer klaren Nacht, die genutzt werden sollte. So wurde die Sonne im Lichte des Kalziums aufgenommen und vom Mond eine Panoramaaufnahme erstellt, um all die schönen Krater, Dome, Verwerfungen usw. detailreich festzuhalten.

10 Zoll Carbon-Newton
4 Zoll ED Super APO Triplett

Unsere Nachbarn im All – schönes Sonnensystem mit Jupiter, Saturn, Mond und Mars vom 4.September 2020

An diesem Freitag überraschte mich vor allem Jupiter mit 2 Eigenschaften. Zunächst war der große rote Fleck zu sehen, danach kam noch der Schatten vom Jupitermond Europa dazu. Am Mond beeindruckte vor allem das Mare Crisum, in der abnehmenden Mondphase zu sehen. „Unsere Nachbarn im All – schönes Sonnensystem mit Jupiter, Saturn, Mond und Mars vom 4.September 2020“ weiterlesen

Der Mond am 3. Mai 2020

Panorama des zu 81,5% beleuchteten Mondes am Abend des 3. Mai. Sehr schön sind die prominenten Krater, links oben beginnend – Plato, Kopernikus, Tycho und in der Nähe des Südpols, Clavius, zu erkennen.

6 Zoll ED Super APO Triplett + Webcam

Vollmond

Vollmond zu Ostern 2020

Aufnahme: Sternwarte Schulberg
Teleskop: 8“Astrograph f2,8
Kamera: ASI 1600MC pro
Filter: Astronomic L

Frühlingsmond am 4. April 2020

Zwei Tage nach meiner ersten Aufnahme des Mondes erkennt man schön die Veränderungen auf der Oberfläche – nicht nur das Weiterwandern der Licht-/Schattengrenze, genannt Terminator, sondern auch die Libration des Mondes, soll heißen, dass nun etwas mehr von der Südpolregion als auch im westlichen Bereich, auf der rechten Seite (ja, kein Tippfehler, für Astronomen ist beim Blick nach oben entsprechend des Laufes der Sonne links Osten und rechts im Bild Westen), erkennbar geworden ist. So können, obgleich der Mond uns immer nur eine Seite zeigt, 59% der Mondoberfläche von der Erde aus betrachten. 
10 Zoll Newton + Webcam


Südpolregion mit Krater Clavius darüber


Krater Kepler + Kopernikus

Der prachtvolle Mond am 2. April 2020

Nahezu perfekte Bedingungen am gestrigen Abend, um unseren Trabanten abzulichten. Wir Erdbewohner verdanken unserem Begleiter sehr viel – ohne ihn gäbe es keine stabilen Jahreszeiten und konstante klimatische Bedingungen, somit wohl auch keine Chance auf höher entwickeltes Leben auf der Erde ohne seine Hilfe bei der Stabilisierung der Erdachse.

10 Zoll Newton + Webcam


Detailausschnitt – Plato und Alpental


Detailausschnitt – Krater Tycho und Clavius