
Unser prachtvolles Zentralgestirn im Licht der Wasserstoffemissionslinie, wodurch die ansonsten verborgene Chromosphäre sichtbar wird mit ihren Filamenten, Flares, Sonnenflecken und natürlich den Spikulen und Protuberanzen am Rand.

Einmal mehr fand das monatliche Clubtreffen beim GH Herbst in Gniebing statt. Obmann Günter Kleinschuster präsentierte wieder Aktuelles auf dem Gebiet der Astronomie und Raumfahrt, bzw. Neuigkeiten rund um die Vereinssternwarte in Auersbach. Vereinsmitglied Siegfried Hold zeigte in einer kurzen Präsentation seine aktuellen Ergebnisse zur Spektroskopie des Sterns Deneb. An diesen Daten sind auch professionelle Astronomen für ihre eigene Forschung interessiert.

Es macht einen Unterschied bei welcher Wellenlänge unser Zentralgestirn beobachtet, photographiert wird. Im grünen Wellenlängenbereich ist die Sonne am intensivsten, der blau-violette Bereich, (393-396nm) wie beim Bild hier, zeigt dafür stärker die sogenannten Fackelgebiete rund um die Fleckengruppen.

Während eines kurzen, frühmorgendlichen Wolkenfensters konnte ich am Sonntag diese prachtvolle Protuberanz, die nahezu magisch über der Sonnenoberfläche schwebte, photographisch festhalten. Hinter dieser „Magie“ stecken starke Magnetfelder, entlang deren sich das Plasma ausrichtet und stundenlang festgehalten werden kann.

Leider blieb das Wetter all die Zeit über in unserer Region bescheiden, kein vernünftiger Einsatz eines Teleskops möglich, nur der Schnellschuss mit Kamera und Teleobjektiv durch eine dünne Wolkenschicht, um die bis dato größte Fleckengruppe vom 25. Sonnenzyklus abzubilden.