Galaxiensaison 2021 – Messier 90

Die Galaxie M90, 1781 entdeckt von Charles Messier, ist eine Balken-Spiralgalaxie rund 60 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Jungfrau und Teil des Virgo-Clusters. Messier 90 hat keine Sternentstehungsgebiete mehr und befindet sich wohl auf dem Weg zu einer linsenförmigen Galaxie, einem weiteren Lebensabschnitt. Die irreguläre Galaxie IC 3583, nördlich von ihr, fungiert als Begleiter und befindet sich nur etwa halb so weit von uns entfernt.

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44. Würzburger Frühjahrstagung – Vortrag Spektroskopie

Bei der alljährlich stattfindenden Jahrestagung der VdS (Vereinigung der Sternfreunde e.V.) war auch unser Vereinsmitglied Sigi Hold aktiv mit einem spannenden Vortrag zur Untersuchung des Sterns Deneb im Sternbild Schwan vertreten. Desweiteren erklärte er in einem zweiten Vortrag die Technik hinter einem Echellespektrografen:

Terminator von Gassendi bis Schiller

Datum 23.04.2021
Instrument: 8″ Newton, 2,7APM Barlow, ASI 178MC
Ort: Stegersbach
Beobachter: Markus Vertesich

Ein geologisch sehr interessantes Gebiet ist die Gegend um das Mare Humorum. Im Norden des Mare Humorum findet sich der von vielen Rillen und Furchen durchzogene Krater Gassendi. Der Durchmesser von Gassendi beträgt 110km und am Nordrand ist auch der kleinere Krater Gassendi A zu finden. Neben den drei über 1000m hohen Zentralbergen finden sich zahlreiche Rillen. Diese entstanden durch Magma, das vermutlich über den Boden den Krater geflutet hat, da der Kraterrand noch vollständig geschlossen ist. Am Nordrand unterhalb von Gassendi A kann man auch einen großen Erdrutsch erkennen.

M99 oder Coma Pinwheel Galaxy

Messier 99 ist eine feine, kleine Spiralgalaxie im Sternbild „Haar der Berenike“ und 49 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Ihr Aussehen erinnert an die prächtige Galaxie 101, weshalb sie auch als kleiner Bruder davon gesehen wird. Die sehr aktive Sternbildung, erkennbar an den zarten pinken Stellen, lässt die Wissenschaft vermuten, dass sie vor 280 Millionen Jahren eine enge Begegnung mit einer Nachbargalaxie hatte.

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Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules

Nach Mitternacht kann man aktuell bereits die Sommersternbilder wie Schwan und Herkules bewundern. Im letzteren befindet sich der hellste Kugelsternhaufen der nördlichen Hemisphäre. Hier sind mehrere Hunderttausend Sterne auf relativ kleinen Raum zusammengedrängt.

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Messier 98 – Galaxiensaison 2021

M98 ist eine Spiralgalaxie rund 50 Millionen Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild „Haar der Berenike“ und Teil des Virgo-Galaxienhaufens zu dem auch unsere Lokale Gruppe mit der Milchstraße gehört.

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Ausblick auf den Sommer…

IC 1311 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Schwan und aktuell erst in der zweiten Nachthälfte sichtbar. Während wir im Frühjahr einen freien Blick hinaus in die Tiefen des Alls haben, wird uns dieser während des Sommers durch den  nächsten, weiter innen liegenden Arm unserer Spiralgalaxie, etwas verwehrt.

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Die Sonnenblume im All

Messier 63 oder auch „Sunflower Galaxy“ genannt, ist eine Spiralgalaxie rund 30 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Canes Venatici (Jagdhunde). Das Aussehen, die Struktur im zentralen Bereich sind der Grund für den Vergleich mit einer Sonnenblume.

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Jupiter im Sommer 2020

Im Jahr 2020 stand Jupiter für unsere Breiten doch recht günstig am Himmel und es gab auch einige Nächte mit guten Beobachtungsbedingungen.
Diese Karten zeigen sehr schön die Veränderungen in der Atmosphäre des  Jupiters. Gut zu erkennen sind die Veränderungen rund um den Großen Roten Fleck GRF. Beim GRF handelt sich um einen gewaltigen Wirbelsturm mit mehreren 1000 km im Durchmesser.
Weiters ist auch die Wanderung des weißen Ovals oberhalb des GRF gut zu sehen.

 

Der relativistische Jet in der Galaxie M87

Messier 87, auch Virgo A genannt, ist eine elliptische Riesengalaxie im Sternbild Jungfrau, rund 53,5 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.
Bekannt wurde sie zuletzt durch das erstellte Abbild (besser Schattenwurf) des 6,5 Milliarden Sonnenmassen schweren Schwarzen Lochs in ihrem Zentrum. Dieses Objekt unvorstellbarer Dichte verursacht einen gut 5000 Lichtjahre langen relativistischen Jet, der auf der gezeigten Aufnahme, Richtung 2 Uhr vom Zentrum aus, erkennbar ist. Dieser Jet wird durch stark beschleunigte Materie aus der Akkretionsscheibe rund um das Schwarze Loch erzeugt.
Siehe dazu auch: Info auf der Webseite der ESO