Jupiter im Sommer 2020

Im Jahr 2020 stand Jupiter für unsere Breiten doch recht günstig am Himmel und es gab auch einige Nächte mit guten Beobachtungsbedingungen.
Diese Karten zeigen sehr schön die Veränderungen in der Atmosphäre des  Jupiters. Gut zu erkennen sind die Veränderungen rund um den Großen Roten Fleck GRF. Beim GRF handelt sich um einen gewaltigen Wirbelsturm mit mehreren 1000 km im Durchmesser.
Weiters ist auch die Wanderung des weißen Ovals oberhalb des GRF gut zu sehen.

 

Mars unterem Mikroskop

Wenn schon der Himmel bedeckt ist schaun wir uns halt ein Stück des Mars näher an. Ich bin bei diesen Stückchen Marsmeteoriten immer sehr skeptisch, es könnte ja einfach ein Steinderl von der Straße sein. Ich hab den Meteoriten nun mit einem sehr günstigen USB Mikroskop vergrößert ( i am loving it) und mit einer zertifizierten Datenbank verglichen. Die Texturen sind gleich. Wasser dürft bei der Formation keines dabei gewesen sein. Es handelt sich um den Meteoriten NWA (Northwestafrica) 6710, er wurde 2011 gefunden.

Mehr Infos:

Meteoritical Bulletin: Entry for Northwest Africa 6710 (usra.edu)

Rendezvous der Riesenplaneten

Mit Spannung erwarteten wir die enge Begegnung der beiden größten Planeten unseres Sonnensystems. Am 21. Dez. überholte der Riesenplanet Jupiter in nur 6 Bogenminuten Abstand den ringgeschmückten Saturn. Eine solche Konjunktion findet nur alle 20 Jahre statt – dementsprechend groß war die Anspannung – wie wird sich das Wetter entwickeln? Und justament hat sich in der entscheidenden Woche eine Inversionswetterlage eingestellt.

Improvisation war gefragt: ich musste raus aus der Nebelsuppe und so konnte ich wenigstens am 17.12. bzw. 20.12. auf 1200m Seehöhe (Teichalmgebiet) das spektakuläre Schauspiel mitverfolgen und einige Aufnahmen machen. Leider hat am 21. Dez. eine Wolkenfront die engste Begegnung komplett verdeckt.
Naja: in 20 Jahren kann man es ja wieder versuchen!

Am 17. Dez. war auch die schmale Mondsichel dabei.

Aufnahmen am 20.12. von der Sommeralm aus.  Canon Zoom Objektiv 18-200mm

 

 

 

 

Entwicklung des Staubsturms auf dem Mars im November 2020

Eines der astronomischen Highlights im Jahr 2020 war die große Annäherung des Planeten Mars (bis auf 62,1 Mio. km Anfang Oktober) wie es sie erst wieder in ähnlicher Form 2033 geben wird. Aber auch in größerer Entfernung zur Erde bleibt Mars in diesem Jahr noch interessant, so konnte in den vergangenen Tagen die Entwicklung eines großen Staubsturms wunderbar beobachtet werden, neben dem immer kleiner werdenden roten Planeten, der sich mit rund 5km/s von der Erde entfernt.

Staubsturm am Ende der Saison auf dem Mars

Gegen Ende der diesjährigen Sturmsaison auf dem Mars (endet im Dezember) wurde nun ein solcher tatsächlich beim bereits 82,5 Millionen Kilometer entfernten Planeten sichtbar.
Vereinskollege Günter K. hatte mich darauf aufmerksam gemacht, denn im Live-Bild war aufgrund des nur durchschnittlichen Seeings nichts zu erkennen, zu klein und zu verschwommen erscheint hier der rote Planet, aber nach der finalen Bearbeitung kann man den Sturm sehr wohl im Südosten (im Bild Mitte rechts hinunter) ausmachen.

10 Zoll Carbon-Newton + Webcam

Good Bye Mars!

Das Seeing wurde in den vergangenen Wochen immer schlechter und Mars selbst entfernt sich seit dem 6. Oktober mit hoher Geschwindigkeit von der Erde, somit Zeit sich von ihm zu verabschieden – hier noch eine Aufnahme vom 5. November 2020:

10 Zoll Carbon-Newton + Webcam

Erste Marsaufnahme

Nach nun etwas längerer Zeit hatte ich wieder die Möglichkeit mein Teleskop auszupacken und die ein oder anderen Planetenaufnahmen zu machen. Da ich ja keine Nachführung für mein Teleskop besitze, versuche ich mich nach wie vor mit einfachen Aufnahmen der eingefangenen Objekte ein tolles Bild durch stacken der Videoframes zu erhalten.

So wie auch gestern, dem 05.11.2020.

Aufgrund des nicht ganz optimalen Seeings an diesem Abend, konnte ich leider nicht mehr Details herauskitzeln.

Mars

Datum: 22.08.2020 bis 25.10.2020
Instrument: 8″ Newton, 2,7 APM Barlow, ADC
Kamera: ASI 178MC
Ort: Stegersbach
Beobachter: Markus Vertesich