Pferdekopfnebel in voller Pracht und Schönheit

Wer kennt ihn nicht, den Pferdekopfnebel, eine Dunkelwolken- Struktur, eingebettet im Emissionsnebel IC 434 im Gürtel des Orion. Eines der meistfotografierten Objekte in der nördlichen Himmelshemisphäre, was mich aber nicht abgehalten hat, es auch einmal zu versuchen.

Pferdekopfnebel (Barnard 33)

Das Bild entstand in meiner Sternwarte (Buchegg) mit einem CDK 17″/F8 Teleskop von Plane Wave.

 

Barnards Schleife im Sternbild Orion

Mein Fokus lag diesmal nicht beim großen Orionnebel Messier 42 oder IC 434 (Pferdekopfnebel), sondern beim bedeutend lichtschwächeren ausgedehnten Nebel „Barnard’s Loop“ (im Bild links).

Auf der Aufnahme ist nur der nordöstliche Teil des insgesamt zwölf Grad langen Nebelbogens zu sehen.

Für visuelle Beobachter ist der Emissionsnebel eine große Herausforderung in unseren Breitengraden, außer man befindet sich im Gebirge ohne jegliche Lichtverschmutzung und hat im Koffer kontrastverstärkende Nebelfilter dabei.

23 x 5½ Minuten, 135mm / F2.8, Canon EOS 77Da, ISO1600

Aufgenommen am 3/4. 12. 2019, Privatsternwarte Buchegg

Franz Klambauer

 

Meine erste Astroreise nach Hakos – Namibia

Nach all den vielen Reisevorbereitungen und Treffen mit meinen Reisekollegen zu Hause ging es Ende Mai 2019 endlich los.

Die Anreise nach Hakos mit vollen Koffern war anstrengend, ging aber ohne Probleme vonstatten.

Mein Ziel war in erster Linie, meinen erfahrenen Astrokameraden über die Schulter zu schauen, um meine Praxis in der Astrofotografie zu verbessern und natürlich den Südhimmel mit seiner prächtigen Milchstraße zu bewundern.

Meine Kollegen gaben mir den Rat, nicht mit zu langen Brennweiten zu arbeiten – und das war auch ganz gut so, zumal ich auf der Gästefarm nur eine Außensäule mit einer nicht ganz fitten Montierung zur Verfügung hatte.

Trotz einer angeschlagenen Montierung und teilweise windigen Nächten konnte ich doch einige klassische Objekte mit Brennweiten von 60-360mm belichten.

Mein Fazit:

Wer das erste Mal nach Namibia reist, sollte seine Ziele nicht zu hoch ansetzen. Technische Probleme und sonstige Widrigkeiten können einem einen ordentlichen Dämpfer versetzen.

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Nachdem ich die Bildbearbeitung zu Hause gemacht und die Ergebnisse gesehen habe, hat sich meine Reise nach Namibia sehr wohl gelohnt und ich kam zur Erkenntnis, noch ein zweites Mal mit meiner gewonnenen Erfahrung in den Süden zu reisen.

Der Sternenhimmel abseits jeglicher Lichtverschmutzung in Namibia ist atemberaubend. Auch bei Tage hat Namibia mit seiner bizarren Landschaft und wilder Tierwelt einiges zu bieten.

Aufnahmen mit astromodifzierter DSLR Kamera, Bildbearbeitung mit PixInsight.

Das Mirakel im Walfisch

Omikron oder Mira Ceti ist ein variabel veränderlicher Stern und Namensgeber für die Mira-Sterne.

Mira Ceti verändert ihre Helligkeit in regelmäßigen Abständen um bis zu 8 Größenklassen.

Die wundersame Mira ändert ihre Helligkeit mit einer Periode von 331 Tagen enorm, die Helligkeit schwankt etwa zwischen 3,3 und 9,3 mag.

In ihrem Minimum leuchtet sie zu schwach, um sie mit dem bloßen Auge zu sehen, während sie im Maximum gut sichtbar ist.

Eine Aufnahmenserie von Okt. 2017 bis Feb. 2018 veranschaulicht gut, wie ihre Leuchtkraft beständig zunimmt. (s. beigefügte Bilder) „Das Mirakel im Walfisch“ weiterlesen