Eine beeindruckende Fleckengruppe mit wunderschönen Lichtbrücken konnte am Vormittag des 26. März 2022 auf der Sonnenoberfläche beobachtet werden. Der kleinere Fleck verursachte sogar einen Sonnensturm der kleineren Kategorie, dessen Teilchen uns am 27./28. März erreichen sollen.
Es ist immer wieder schön die Internationale Raumstation über den Himmel ziehen zu sehen. Besonders beeindruckend ist es dieses Objekt durch ein Teleskop aufzunehmen um so live an Geschehnissen der Raumfahrt teilzunehmen. Auf den aktuellen Bildern vom 21.03.2022 kann man sehr gut die neunen Solarzellen am linken Ausleger (im Bild) erkennen. Ein weiteres Objekt, das man gut auf den Bildern erkennen kann, ist die Crew Dragon 3 der Firma Space X. Dieses Raumschiff brachte im November 2021 drei US Astronauten und einen deutschen Astronauten zur ISS. Instrument war ein 8″ Newton. Aufnahmeort war Stegersbach im Burgenland.
Die Bedingungen am Abend des 11. März waren vielversprechend – daher habe ich für die Mondbeobachtung zwei Teleskope vorbereitet – einmal für die Photographie und weiters für die rein visuelle Beobachtung. Eines der Highlights, wie zB in der jüngsten Ausgabe von „Astronomie – das Magazin“ Nr. 24 angekündigt, war die äußerst günstige Gelegenheit an diesem Abend zur Beobachtung des sogenannten „Hesiodus-Strahls“, eine Lichterscheinung wie sie an der Terminatorgrenze (Licht-Schatten Übergang) auftritt – siehe Bild Nr 1. Der Zufall will es, dass zwei eng nebeneinander liegende Krater durch einen Wallbruch verbunden sind und wenn die Sonne dann hoch genug steht, breitet sich ein Lichtstrahl in den zweiten, linken, ansonsten noch dunklen Krater aus. Beeindruckend dies visuell über einen Verlauf von rund 3h selbst beobachten zu können. Weiters war dieser Abend bestens geeignet die Landestelle von Apollo 15, nahe der Hadley Rille, visuell und photographisch zu beobachten – siehe Bild 2, übrigens die Lieblingsstelle auf dem Mond von Vereinsmitglied Günter Kleinschuster. Zum Abschluss wurde der gesamte Mond als 48teiliges Mosaik aufgenommen – siehe Bild 3.
2022 gab es noch keinen Tag ohne Sonnenflecken, das sind gut 1000°C kühlere Stellen auf der Sonnenoberfläche und Sitz starker Magnetfelder. Ein gutes Zeichen für die zunehmende Aktivität auf der Sonnenoberfläche die Ende 2024, Anfang 2025 ihr Maximum erreichen sollte.
Der sogenannte „Cone Nebula“ ist eine Dunkelwolke und gehört zum Sternentstehungsgebiet „Christmas Tree Cluster“ im Sternbild Einhorn, gut 2700 Lichtjahre von der Erde entfernt. Am rechten, unteren Bildrand ist dann noch „Hubble’s Variable Nebula“ zu erkennen, ein Reflexionsnebel, der von einem jungen, heißen B-Klasse Stern bestrahlt wird.
Rund 35 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt befindet sich dieses Galaxien-Trio im Sternbild Löwe. Sie interagieren untereinander, also beeinflussen sich gravitativ.
Gewaltige 65° hoch stand der Erdtrabant am gestrigen Abend am Nachthimmel. Das Seeing war leider nur durchschnittlich, aber dank der „lucky imaging“ Technik kann man dennoch viele Details, speziell entlang des sogenannten Terminators, der Licht-Schatten Grenze, erkennen, sowohl photographisch als auch visuell war der Mond bei rund 90facher Vergrößerung (12mm Okular) ein prachtvoller Anblick.