Das Gebilde war Milliarden Kilometer groß. Billionen. Für Menschen wäre es ein Hauch von Nichts. Besser als jedes Vakuum, das wir auf der Erde herstellen konnten. Eine riesige Molekülwolke, die in dem Spiralarm der Milchstraße schwebte. Ein Hauch von nichts – aber aufgrund der unvorstellbar großen Ausdehnung hatte die Wolke doch einige zig – tausende Sonnenmassen Materie gelagert. Durch eine Schwerkraftinstabilität oder durch einen nahen explodierenden Stern begann sich die Wolke zu drehen. In manchen Wolkenteilen begann sich Materie zu verdichten. Dadurch wurde das Gas wärmer und sträubte sich gegen den Zusammensturz. Die Wolke begann dort zu strahlen, führte dadurch Energie ab. Die Kontraktion des Gases ging weiter, ein Protostern entstand. Nicht Einer. Hunderte, Tausende. Schließlich zündeten die Sterne die Kernfusion in ihrem Zentrum. Energiereiche Strahlung blies die Gas- und Staubwolken davon. Übrig blieb – der Sternhaufen. Bestehend aus tausenden Sternen, wenigen Riesensternen und vielen kleineren Sterne wie unsere Sonne. Der Sternhaufen war nun hell über die ganze Galaxie zu sehen. Wäre eine Galaxie ein Staat wären die Spiralarme die Bundesländer und die Sternhaufen die Städte. Sterne, alle zur gleichen Zeit geboren. Hier sterben die Größeren zuerst, geht ihnen zuerst der Brennstoff aus. Hier kann man einige Sternhaufen sehen, von den berühmten Plejaden bis zum Doppelsternhaufen im Perseus. In der Milchstraße gibt es tausende solcher Sternhaufen, der übriggebliebene Geburtsorte unserer Sterne!
















