Wir nehmen sie als selbstverständlich hin. Sie scheint in der Früh auf unsere Haut, wenn wir das Haus verlassen. Spendet Energie. Wir würden es aber sehr bald merken wenn sie nicht mehr da wäre. Unsere Sonne. Wenn die Sonne während einer totalen Sonnenfinsternis hinter unserem Erdtrabanten verschwindet sinkt die Außentemperatur um 7 Grad – während zwei Minuten. Würde die Sonne für immer verschwinden würde die Atmosphäre innerhalb einer paar Tage in einer 10 meterhohen Schicht auf dem Erdboden ausfrieren. Unsere Vorfahren sahen die Sonne noch anders. Als Gottheit. Im alten Ägypten war der Sonnengott Ra der Schöpfer. Er verkörperte Licht, Wärme und Leben. Er war der zentrale Sonnengott. Er wurde besonders in Heliopolis verehrt, der Stadt der Sonne. Die Pharaonen sahen sich als Söhne des Ra. Sie glaubten das Ra tagsüber mit der Sonnenbarke über den Himmel fuhr. Die Sonnenbarke hat es vielleicht in einer ähnlichen Glaubensrichtung nach Europa geschafft. Es gibt Darstellungen von ihr in der Bronzezeit, 3.600 Jahre vor unserer Zeit. Die berühmteste davon ist die Himmelsscheibe von Nebra. Die Römer sahen ihren Sonnengott als Sol invicdus, unbesiegbarer Sonnengott. Für die Griechen war er Helios. Ganze Sonnentempel wurden für sie errichtet wie Stonehenge oder die Kreisgrabenanlage von Goseck. Und die Sonne ist wirklich etwas Besonderes. Sie ist ein kleiner Stern vom Spektraltyp G. Durch Weltraumteleskope wie COROT konnten wir tausende Sterne vom gleichen Typ wie die Sonne vergleichen. Und obwohl sie verwandt sein müssten strahlt fast keiner so konstant wie unsere Sonne. Wir sollten ihr dankbar sein. Auf diesem Bild sieht man die Oberfläche der Sonne. Still verharrend über Stunden sieht man eine Protuberanz über ihr schwebend. Heißes Plasma, gehalten in Magnetfeldern. Danke Sonne!











