Das Universum ist groß!

Im Oktober 1923 gelang Edwin Hubble der Nachweis, dass die Andromedagalaxie nicht Teil unserer Galaxie, sondern eine eigenständige Sterneninsel ist. Dazu verwendete er das damals weltgrößte Teleskop, 100 Zoll Spiegeldurchmesser, auf dem Mount Wilson. Der Beweis gelang ihm anhand eines besonderen Sterns innerhalb der Andromedagalaxie, einem sogenannten Cepheiden, ein Stern, der in regelmäßigen Abständen seine Helligkeit ändert, wodurch Hubble die Entfernung zu unserer Nachbargalaxie recht gut ermitteln konnte. Ich habe hier nun den Vergleich der Glasplattenaufnahme von 1923 mit meinem Bild der Andromedagalaxie (allerdings 10 Zoll und nicht  100 Zoll wie Hubble) gegenübergestellt.

Siehe dazu auch dieses youTube-Video:
https://www.youtube.com/watch?v=WB2KVXOzCKI

Aufnahme von 1923 gegenübergestellt 2019

Meine erste Astroreise nach Hakos – Namibia

Nach all den vielen Reisevorbereitungen und Treffen mit meinen Reisekollegen zu Hause ging es Ende Mai 2019 endlich los.

Die Anreise nach Hakos mit vollen Koffern war anstrengend, ging aber ohne Probleme vonstatten.

Mein Ziel war in erster Linie, meinen erfahrenen Astrokameraden über die Schulter zu schauen, um meine Praxis in der Astrofotografie zu verbessern und natürlich den Südhimmel mit seiner prächtigen Milchstraße zu bewundern.

Meine Kollegen gaben mir den Rat, nicht mit zu langen Brennweiten zu arbeiten – und das war auch ganz gut so, zumal ich auf der Gästefarm nur eine Außensäule mit einer nicht ganz fitten Montierung zur Verfügung hatte.

Trotz einer angeschlagenen Montierung und teilweise windigen Nächten konnte ich doch einige klassische Objekte mit Brennweiten von 60-360mm belichten.

Mein Fazit:

Wer das erste Mal nach Namibia reist, sollte seine Ziele nicht zu hoch ansetzen. Technische Probleme und sonstige Widrigkeiten können einem einen ordentlichen Dämpfer versetzen.

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Nachdem ich die Bildbearbeitung zu Hause gemacht und die Ergebnisse gesehen habe, hat sich meine Reise nach Namibia sehr wohl gelohnt und ich kam zur Erkenntnis, noch ein zweites Mal mit meiner gewonnenen Erfahrung in den Süden zu reisen.

Der Sternenhimmel abseits jeglicher Lichtverschmutzung in Namibia ist atemberaubend. Auch bei Tage hat Namibia mit seiner bizarren Landschaft und wilder Tierwelt einiges zu bieten.

Aufnahmen mit astromodifzierter DSLR Kamera, Bildbearbeitung mit PixInsight.

Nordamerika- und Pelikannebel als „First Light“

Seit Anfang August besitze ich eine CEM60 Montierung von Ioptron.  Für das „First Light“ habe ich mir NGC 7000 Nordamerikanebel und IC 5070 Pelikannebel ausgesucht.

Die Aufnahmen habe ich mit einem 60mm Photoline APO 360mm und einer Canon 200Da gemacht. Die Aufnahmen wurden nicht geguided.

Die erste Aufnahme ist mit CLS Filter gemacht und 40×240 sek belichtet.

40×240 sek mit Canon EOS 200Da ISO 1600.

„Nordamerika- und Pelikannebel als „First Light““ weiterlesen

Emissons- und Reflexionsnebel gemischt – Trifid Nebula!

Messier 20 oder „Trifid Nebula“ ist eine Mischung aus Emissionsnebel (rot) und Reflexionsnebel (blau) im Sternbild Schütze und somit von Österreich aus  immer nur sehr tief am Horizont zu finden und entsprechend anspruchsvoll abzulichten. Der Trifidnebel ist ein aktives Sternentstehungsgebiet und rund 5200 Lichtjahre entfernt.

Mondfinsternis am 16.Juli – Genau zum Apollo 11 Start vor 50 Jahren!

Herrliche Bedingungen gabs gestern bei der Mondfinsternis. Die Erkenntnis des Abends: Keine noch so gute Kamera macht unserem Auge 👁 Konkurrenz, es waren sehr schöne Farbenspiele zu sehen. #Apollo50

Partielle Mondfinsternis

Prachtvolle Bedingungen ermöglichten einen grandiosen Blick auf die teilweise Verfinsterung des Vollmondes durch den Kernschatten der Erde in der Zeit zwischen 22:00 und 1:00h. Perfektes Timing zum 50jährigen Jubiläum des Starts der Apollo 11 Mission.
VIDEO des gesamten Ablaufes auf YouTube:
https://youtu.be/0y-BpKjbWts